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Pflegetipps für Stauden –
Damit es lange prachtvoll blüht


Stauden sind in der Regel robuste Pflanzen, die relativ wenig Anforderungen an den Gärtner stellen, wenn sie einmal gut eingewachsen sind. Da Staudenpflanzungen aber im Gegensatz zu einjährigen Kulturen auf Dauer angelegt sind, sollte man ihnen in einigen Punkten Aufmerksamkeit widmen, damit sie von Jahr zu Jahr üppiger grünen und blühen. Schon die Beachtung weniger elementarer Pflegeaspekte reicht aus, um mit einem prächtigen Blütenmeer im Staudenbeet belohnt zu werden.

Wasser marsch – aber nur in Maßen
Wer einen Staudengarten besitzt, muss nicht fürchten, jeden Tag stundenlang mit der Gießkanne unterwegs zu sein. Stauden schätzen es, wenn sie selten, dann aber reichlich gegossen werden. Besonders bei frisch gepflanzten Stauden, deren Wurzeln noch nicht gut entwickelt sind, ist regelmäßiges Wässern wichtig. Während längerer Trockenperioden kommen alle Stauden nicht ohne Bewässerung aus. Doch selbst dann ist Maßhalten angesagt, denn zu viel Nässe führt schnell zu Fäulnis. Sie sollten nie in der heißen Mittagszeit, sondern immer nur in den Morgen- und Abendstunden bewässert werden, da Wassertropfen unter der prallen Sonne Verbrennungen auf den Blättern verursachen können.

Foto: BdS

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Immer schön locker

Stauden lieben einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Daher kümmern sie vor sich hin, wenn die Erde um sie herum zu verdichtet ist. Vor allem nach langen Trockenperioden, nach heftigem Regen oder falschem Gießen sollte der verkrustete Boden durch leichtes Hacken aufgelockert werden. Allerdings darf die Bearbeitungstiefe nicht mehr als einige Zentimeter betragen, da sonst die Wurzeln Schaden nehmen. Gleich nach der Pflanzung des Beetes kann dünn gemulcht werden. Wenn Bodendecker gepflanzt wurden, wird sich das Beet bald schließen, wenn nicht, ist im zweiten Jahr eine dickere Mulchgabe sinnvoll. Die Mulchschicht zwischen den einzelnen Stauden verhindert, dass der Boden zu viel Feuchtigkeit verliert und die Oberfläche verkrustet. Außerdem beugt das Abdecken offener Flächen der Ausbreitung von Unkraut vor. Geeignete Materialien zum Mulchen sind gut zersetzter, unkrautfreier Kompost oder Mist, Strohhäcksel, Kokosfaser-Produkte oder Rindenkompost. Eine im Herbst angelegte Mulchschicht von etwa 5 cm schützt den Wurzelbereich der Stauden zugleich vor Frost. In der Regel sind die meisten der angebotenen Stauden ausreichend frosthart und benötigen keinen zusätzlichen Winterschutz. Nur in besonders frostreichen Perioden, im ersten Winter nach der Pflanzung oder bei Pflanzen aus wärmeren Gebieten wie z.B. Pampasgras (Cortaderia) oder Fackellilie (Kniphofia), ist eine Abdeckung aus Tannenzweigen oder Vlies hilfreich. Tipp: In milden Wintern und spätestens im zeitigen Frühjahr sollte die Abdeckung von den Pflanzen abgehoben werden.

Nährstoffe für die Blütenpracht
Da Stauden an ihrem Standort in der Regel viele Jahre verbringen und dem Boden kontinuierlich Nährstoffe entziehen, sollten Staudenbeete regelmäßig gedüngt werden – am besten vor dem Austrieb im Frühling. Nur bei Prachtstauden wie z.B. Staudenphlox, Sonnenhut (Rudbeckia) oder Pfingstrosen (Paeonia), die einen hohen Nährstoffbedarf haben, empfiehlt sich eine weitere, über das Jahr verteilte Düngung. Eine Überdüngung sollte auf jeden Fall vermieden werden; viele Steingartenstauden würden z.B. auf zu nährstoffreichen Böden zu üppig und aus der Form geraten. Am besten haben sich Langzeitdünger wie Kompost oder Hornspäne, die sich allmählich zersetzen, bewährt. Auch Herbstlaub ist wertvoll! Es sollte nur dann aus dem Beet entfernt werden, wenn es die Stauden völlig bedeckt. Ansonsten kann das Laub als Humusquelle eine willkommene Dünge- und Mulchfunktion übernehmen. 





Quelle: BdS
Weblink: www.stauden.de